Künstlerin: Nana Lüth, Berlin


 
Das Projekt besteht aus 2 Phasen und bezieht sich auf
den Abbau von Schranken in der Lohmener Gesellschaft.

 

1. Fotografieworkshops mit RollstuhlfahrerInnen (gibt es eigentlich auch rollstuhlfahrende Frauen?) in und um Lohmen, zur Entwicklung einer eigenen Perspektive.Die Bilder, die die TeilnehmerInnen machen,sollen sich bewusst nicht nur mit ihrer Behinderung auseinandersetzen, vielmehr einen speziellen Blick auf Vorgängeim privaten wie öffentlichen Raum verdeutlichen.Die Unterschiedlichkeit der subjektiven Blickwinkel und thematischer Fokussierungen wird ein vielschichtiges Portrait der Gemeinde ergeben.

Ein Interesse von meiner Seite ist auch die Aktivierung oder Intensivierung der Kontakte zu anderen Bevölkerungsgruppen, zu Jugendlichen, Gästen der Rehaklink, den Landfrauen... und deren Einbeziehung in den Abbildungsprozess- wenigstens als "Modelle". So wird gemeinsam eine Lohmener Diashow produziert, gerne auch im Stil öffentlicher Diaabende (Plakatierung, Soundeffekte, Inszenierung). Kooperationen mit einem Fotoladen und einem regionalen Dia-AV-Unternehmen oder Tonstudio wären spannend aber nicht unerlässlich für die Verwirklichung dieser Phase.
 

2. Nach der Fertigstellung der Diaserie geht es an deren Distribution. Zunächst werden die Bürger von Lohmen zu einem Diaabend eingeladen. (im alten Tanzsaal, oder bei schönem Wetter im Freien). An diesem Abend wird eine Reise in eine der Partnerstädte/-orte Lohmens an eine/r der TeilnehmerInnen des Fotografiekurses verlost. (Die Reiselust/-bereitschaft der RollstuhlfahrerInnen wird als Voraussetzung ihrer Teilnahme an der Tombola besprochen.)

Sinn dieser Reise ist für den/die GewinnerIn eine extrem erhöhte Mobilität über Lohmen hinaus. Die Lohmener Dias und die Künstlerin begleiten die Reise. Am Zielort werden Diaabende organisiert und gemeinsam der dortigen Bevölkerung präsentiert. Besonders gesucht werden Kontakte zu Behindertengruppen, Jugendlichen und anderen "Lohmen-parallelen" Interessengruppen. Für diesen Teil des Plans ist die Zusammenarbeit mit Reisebüros, aber auch mit Veranstaltern, Technikern und Gastronomie im Partnerort notwendig.