
Die
Kultur-Gärten von Lohmen
KünstlerIn: Ana Bilankov, Berlin; Bill Masuch, Berlin
Das Kunstprojekt versteht sich als prozessuales und partizipatorisches Projekt, dass die Verhältnisse von Kultur und Natur an verschiedenen Orten künstlerisch inszeniert und ihre Dichotomien kritisch reflektiert und in Frage stellt. Die verschiedenen Phasen intendieren eine Verschiebung der Grenzen zwischen Natur und Kultur und erfinden Zwischenräume, die neue Verhältnisse aufzeigen. Das Projekt soll in 3 Phasen realisiert werden:
1. Gartenentwürfe
Ausgangspunkt des Kunstprojektes in Lohmen ist die Rehaklinik , Ort der Regeneration und Kur. An diesem Ort
soll ein temporärer Garten entworfen werden. Der Entwurf des Gartens ist kombiniert aus Wurftechnik und
freiem Fall. Eine unkontrollierte Pflanzung. Ein offener Entwurf, der sich durch die Choreografie von Wurfgesten
der Teilnehmenden entwickelt.
Zeitraum: voraussichtlich ein Wochenende im März
2.Inszenierte Garten - Portraits
In diesem Garten - Raum, der sich durch einen offenen Entwurf kennzeichnet, sollen weitere Rehaklinik - Patienten in
einem Fotoworkshop interagieren. Die Teilnehmer werden gebeten, Gegenstände aus dem alltäglichen Lebensumfeld
der Rehaklinik mit in den Garten zu nehmen. In Bezugnahme auf den entstandenen Garten und den umgebenen Landschaftsraum
sollen die Teilnehmer sich mit den Gegenständen platzieren. Die Verhältnisse von Natur - Raum und Kultur - Raum
werden in ein verändertes Verhältnis gesetzt und thematisiert. In einem spielerischen Umgang mit den Relationen
Mensch, Garten, Kultur werden zusammen mit den Teilnehmern inszenierte Gruppenportraits entwickelt, die in dem Medium
Fotografie unter künstlerischer Einführung gestaltet werden.
Zeitraum: voraussichtlich Ende April
3. Kultur - Garten im "Ersten Museum für temporäre Kunst, Hallenbad der Rehaklinik Lohmen". Im Hallenbad der Rehaklinik soll ein improvisiertes, lebendiges und interaktives Museumskonzept realisiert werden. In Zusammenarbeit mit der Rehaklinik wird der Raum multimedial mit den inszenierten Garten - Portraits, den Gegenständen, Dia- und Videoprojektionen gestaltet. Die prozessuale Struktur des Projektes manifestiert sich auch in der "musealen" Inszenierung. Das Museum wird auch hier als ein Ort verstanden, der sich durch eine hybride und partizipatorische Situation auszeichnet.