Der Speicher in Lohmen
"denn um Raum bewohnbar zu machen,muß
er irgendwie ein-gerichtet sein-und sei es 
nur
mit Erinnerungen" (Michael Fehr, Open Box)
Künstlerin: Hanna Sjöberg, Stockholm/Berlin 
 
Der ehemalige Speicher in Lohmen liegt mitten im Zentrum
und vom Dachboden aus hat man eine weite Aussicht über
Lohmen und Umgebung. Der Speicher soll ein
Kommunikationszentrum werden. Der Raum an sich und seine
Architektur 
erzählen eine eigene Geschichte, man kann sich
aber auch problemlos vorstellen, wie hier andere Geschichten
erzählt werden, dieser Raum eignet sich für Ausstellungen.
Geplant ist an diesem Ort eine ständige Ausstellung zur
Siedlungsgeschichte in Lohmen. Diese wird eine feste
Basisausstellung als Teil des Archäologischen Lehrpfads.

Was für eine Funktion hätte eine solche Ausstellung, und
wer ist der
potentielle Nutzer: Touristen, Kurgäste, die
Einwohner Lohmens?

Oder ist auch Platz für veränderliche Ausstellungen, auf den die
Einwohner und Gäste Lohmens neugierig sind, auch wenn sie
hier schon oft waren. Oder
ist es eventuell ein Ort, an dessen Gestaltung sich die Bewohner
Lohmens selbst beteiligen und somit Identität geschaffen werden
kann? Kann die Ausstellung über das Archäologische, die frühesten
Bewohner dieser Gegend erzählen, und gleichzeitig vom heutigen
Lohmen, von einem Dorf, das sich mitten in einer dramatischen 
Umwandlung befindet? In dieser frühen Phase der Planung möchte 
ich im Rahmen der KunstKur einen Workshop anbieten, bei dem
ich 
unterschiedliche Beispiele von Museen und Museums-
gestaltungen in verschiedenen Teilen Europas heranziehe

und zur Diskussion stelle, als Beispiele und Referenzmaterial
für die Arbeit am Konzept und für die mögliche Gestaltung des
Speichers
in Lohmen.

Der Workshop soll als Diskussionsforum dienen, bei dem die Teilnehmer, die Intitiatoren und Verantwortlichen für Konzept und Gestaltung, unterschiedliche Modelle vergleichen können. Gleichzeitig kann eine öffentliche Ausstellung mit dem Text- und Bildmaterial gezeigt werden, das im Workshop im Speicher zur Sprache kommt, und zwar unter den zur Zeit dort herrschenden Bedingungen, unbeheizt, mit einfacher Beleuchtung. Die Diskussion dreht sich ja auch darum, auf welchem Niveau die Ausstellung angesiedelt werden soll, ob z.B. der Bau isoliert und mit Heizung ausgestattet werden soll, mit gängigen Öffnungszeiten und Wachpersonal, oder ob der rohe Charme des Raumes mit Kälte im 

Winter und Wärme im Sommer erhalten bleiben soll.
Zu überlegen ist vor allem, wie die Verbindung zum Archäologischen Lehrpfad ausgebaut werden kann.